Berufseinstieg – die Gehalt und Standort geben Ausschlag – Aachen fehlt (war zu erwarten…)

Letzten Endes zählt das Geld / Deloitte-Studentenmonitor zum
Semesterstart: Gehalt und Standort geben bei der Jobwahl den
Ausschlag

Hamburg/München (ots) – Der „Deloitte Studentenmonitor“ zeigt:
Begehrte junge Talente und akademische Nachwuchskräfte sind flexibel
– außer beim Gehalt. Bei der Unternehmenswahl steht das Geld an
erster Stelle, aber auch Inhalte und Arbeitsklima spielen eine Rolle.
Für eine attraktive Stelle würden junge Talente mehrheitlich sofort
den Wohnort wechseln. Dabei gibt es aber klare Präferenzen: Es zieht
sie vor allem in große Städte wie Hamburg, Berlin und München.
Start-ups als Arbeitgeber sind eher unbeliebt, jedoch kann sich etwa
die Hälfte der Absolventen vorstellen, selbst ein solches zu gründen.
Dies gilt vor allem für Informatik-, Ingenieur-, und
Wirtschaftsstudenten. Mittelständler, nicht internationale Konzerne,
haben die besten Karten, den Nachwuchs für sich zu gewinnen.

„Die heutige Studentengeneration achtet bei der Arbeitsplatzwahl
in erster Linie auf die Bezahlung. Sie unterscheidet sich damit stark
vom vorherrschenden Bild der Generation Y, die gerade ins
Arbeitsleben einsteigt. Die nachfolgende Generation ist wieder
materiell orientierter, sie scheinen deutlich von den vielfältigen
Krisen und Unsicherheiten der vergangenen Jahre geprägt zu sein“,
erklärt Maren Hauptmann, Partner Human Capital Advisory bei Deloitte.

Beliebteste Städte für den Berufseinstieg
1.        Hamburg            33%
2.        Berlin             27%
3.        München            22%
4.        Frankfurt, Köln    18%
5.        Stuttgart          13%
6.        Leipzig            12%
7.        Düsseldorf         11%
8.        Dresden            10%
9.        Nürnberg            9%

Die deutschen Millionenstädte führen die Liste der begehrtesten
Standorte für den Berufseinstieg an. Hamburg ist mit einem Drittel
der Nennungen die Nummer eins, gefolgt von Berlin und München. Köln
und Frankfurt teilen sich den vierten Rang mit je 18 Prozent.
Studienausrichtung und -fach spielen bei der Standortwahl kaum eine
Rolle – lediglich München scheint vor allem für IKT-Absolventen
interessant. Auf internationaler Ebene sind es in erster Linie
Wirtschaftswissenschaftler, die für einen Posten im Ausland
besonderes Interesse zeigen. Dabei möchten die meisten Befragten in
Europa bleiben. Etwa die Hälfte würde aber auch in die USA und ein
Drittel nach Australien gehen, nur jeden fünften zieht es nach Asien.

Das Gehalt muss stimmen

Neben dem Standort sind die gebotenen Leistungen und Eigenschaften
der Unternehmen ausschlaggebend für die Jobwahl der jungen Talente.
An erster Stelle steht mit 62 Prozent die Entlohnung. Für 44 Prozent
ist es wichtig, dass die Arbeit interessant ist und 43 Prozent legen
Wert auf ein angenehmes Arbeitsklima. Ob das Unternehmen innovativ
ist, interessiert hingegen nur vier Prozent – und auch das
Weiterbildungsangebot rangiert mit neun Prozent unter „ferner
liefen“.

Zentral mit hohem Freizeitwert

Die Beliebtheit der Metropolen macht deutlich: Maßgeblich für die
Standortentscheidung ist vor allem die Infrastruktur -das öffentliche
Verkehrsnetz zählt genauso wie das kulturelle Angebot. Knapp 60
Prozent achten auf die Anbindung, über 40 Prozent auf die
Freizeitmöglichkeiten. Immerhin 55 Prozent legen Wert auf günstige
Lebenshaltungskosten, wofür zumindest Hamburg und München nicht
bekannt sind. Kaum eine Rolle spielt indes, ob die jeweilige Stadt
eine hohe Zahl von Konzernen und Unternehmen aufweist.

Selbstständigkeit statt Anstellung?

Ein gut bezahlter Job in einer etablierten Firma in zentraler
Lage: So wünschen sich die meisten Befragten ihren Berufseinstieg.
Fast die Hälfte kann sich jedoch auch vorstellen, ein eigenes
Unternehmen ins Leben zu rufen – insbesondere angehende Informatiker
und Ingenieure sowie Wirtschaftswissenschaftler. 37 Prozent der
Geistes- und Sozialwissenschaftler sind ebenfalls gründungsfreudig.
Informatiker und Ingenieure würden sich vor allem auf das Internet
fokussieren, Medizinstudenten auf die Fitness- und
Gesundheitsbranche.

„Es gibt durchaus einen Gründergeist bei den Studenten, aber die
meisten bevorzugen die Sicherheit einer traditionellen Anstellung.
Dass gerade Informatiker, Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler
hier etwas risikofreudiger sind, ist natürlich auch ein Hinweis
darauf, dass die entsprechenden Branchen deutlich mehr Potenziale und
Möglichkeiten zu bieten scheinen. Wer als Stadt oder Kommune für
diese Gruppe attraktiv sein möchte, muss ein positives Gründerklima
schaffen“, ergänzt Nicolai Andersen, Partner/Leiter Innovation bei
Deloitte.

 

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