Frankenstein-Politik – Europapolitik zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Nee, Brexit, Grexit und wer weiß noch, was alles an Initiativen quer durch den europäischen Kontinent hinzukommen wird, das sind die Indikatoren der von der politischen Kaste des Zentralismus´ in Brüssel falsch eingeschätzten europäischen Bevölkerung.

Die Politbüro-Mentalität zeigt die Frankenstein-Politik Brüssels:

Man hat einen synthetischen Coropus vor sich liegen, von dem man überzeugt ist, ihn zum Leben erwecken zu können. Sein Genetische Code – eigentlich eher die Beseeltheit -, im Sinne eines Zentralkommittees Europa aus einer überschaubaren Kaste von hervorragend alimentierten Politikern, die durch das Bleichbad ihrer Parteien in ihren Staaten gehen mußten, um sich zu bewähren, um dann schließlich aufgestellt  „steuern“ zu können, spiegelt die abstrahierte Irrationtionalität der Vielfalt wider.

Die Bürger Europas wissen die Gemeinschaft sehr wohl zu schätzen und gegenüber den jeweils anderen auch den Respekt von Freunden zu erweisen. Was sie aber mutmaßlich ablehnen, das ist, dass ein immer mehr ossifiziertes Brüssler Zentralbüro mit einem anzahlmäßig schon gut überschaubaren Kreis von Taktgebern  meint, was kulturell gut für Europa und deswegen durchzusetzen sei.

Die weltweit wohl selten anzutreffende kulturelle Heterogenität, die unter dem Dach Europa lebt, kann gar nicht so zentralisiert werden, wie sich das Brüssel so vorstellt. Zu vielfältig sind die Unterschiede in Kultur, Wohlstand wie auch dem Staatsverständnis.

Und, Staatsverständnis ist auch zugleich immer Ausdruck der Kultur in einem Lande, die durch jahrhunderte zurückreichenden Geschichte geprägt ist, die man nicht glattbügeln kann.

Man bedenke, welche Rolle zum Beispiel das zu Aachen recht nahe gelegene TOLBIACUM für Frankreich hat. Den Rheinländern besser bekannt als Zülpich, mit dem phonetisch fast gutteral gerollten „l“ :-).

Europa hat nur dann eine reale Chance, wieder an Dynamik zu gewinnen, wenn die EU zu einer Föderation wird. Die Rechtssetzung so gestaltet, dass sie den „Luftraum“ mit seinen „Regeln“ definiert, aber jedem Staat gestattet, sich regelkonform mit Fluggerät so zu bewegen, wie es ihm beliebt. Dann bleibt Identität gewahrt, Offenheit und Regelkonformität wird dann postitiv betrachtet.

Aber, wenn ein oppulent ausgestatteter Apparat mit Verwaltungs- und teils auch Bevormundungsmentalität meint, was zu tun ist, dann ist klar, dass bei bald 30 Staaten im Bund die Fliehkräfte größer, statt kleiner werden.

Die EU muss zwingend einer Revsion unterstellt werden, um im Sinne Europas und nicht  „Administratistans“ zu denken, handeln und letzlich zu fühlen.

Apparatepolitik führt zur Frustration. Man kann nur inständig hoffen, dass das „Nee“ der Niederländer solch einen Schmerzimpuls ausgelöst hat, dass bis zum Brexit klare Ansagen kommen.

Aber, davon wird man leider nicht ausgehen können, so dass der Brexit vergleichbar mit einem Orkan ist, von dem man nicht weiß, welchen Weg er nimmt und wo die Blitze einschlagen werden.

Schade, dass die EU und damit auch ganz Europa verwaltet, statt durch seine Bürger maßgeblich definiert, regiert wird.

Brüssel sollte sich zum Motto machen, dass nur

„Vielfalt statt Einfalt“

weiterführt.

Advertisements