Zerrissenheit in EU verstärkt sich – Beispiel Berichterstattung NZZ vom 15.03.2016

Die Frage nach „Zuversicht“ in Bezug auf eine paneuropäische Einigung, dürfte mittlerweile zur irreparablen politischen Makulatur geworden sein. Liest man diese Artikel in der NZZ vom heutigen Tage, wird deutlich, dass die gesellschaftliche Tektonik überall an allen Strukturen zieht und zerrt. Es dreht sich einem der Magen um, welche Krisenkompetenz man im Ernstfall hat – Indiz für eine über Dekaden  hinweg gepflegte Schönwetterpolitik voller übertünchter Kompromisse, die zerbrochen sind!

Denn, man muss sich ehrlich, faktisch, nüchtern nur diese Frage stellen:

Wie kann Europa – sprich die EU – überhaupt noch zusammenfinden?

Denn, wenn bereits vor wenigen Monaten, zu Beginn der Völkerwanderung die zwischenstaatlichen Divergenzen so weit „gediehen“ waren, dass Grenzen durch Europa gezogen worden sind und die unterschiedlichen nationalen Positionen mehr als nur deutlich manifestiert worden sind, und man heute beispielhaft nur schon diese vier Berichte der NZZ von heute liest, dann dreut es einem, dass die EU bereits vollends vor die Wand gefahren worden ist, sich dabei ist in „regionale Entitäten“ aufzuteilen. Wäre es mit dem europäischen Selbstverständnis ehrlich gelaufen, wäre man nicht an diesem Punkt angelangt, den man mutmaßlich und bedauerlicherweise immer noch nicht als den „absoluten Tiefpunkt“ beschreiben können wird, weil wahrscheinlich der Zerbröselungsprozess – auch in Bezug auf die Euro-Thematik – erst anfängt zu keimen.

Es schmerzt, wie Europa sich zerlegt. Wie Europa ein schlechtes Bild abgibt. Wie Europa demonstriert, daß die anderen Staaten gegenüber stets gerne und sinnvollerweise proklamierten Gesellschaftlichen Werte letztlich mittlerweile zur Farce geworden sind…

Mit dem Ergebnis, dass die Glaubwürdigkeit der EU und das Exempel schlicht und einfach im Eimer ist. Das zu Flicken, weniger die Generalüberholung der EU und des Euro – so es noch ginge – dürfte nun sicher zum Reparationswerk mit Zeithorizont von Dekaden sein…

Nationale Anlässe, andere Staaten zu ermahnen, bevor man selbst an die Arbeit geht, dürften nun mehr denn en vogue sein. Sankt Florian lässt also in Bitternis grüßen:

1.) Ungarns Schnelljustiz:

http://www.nzz.ch/international/deutschland-und-oesterreich/ungarns-schnelljustiz-gegen-migranten-schuldsprueche-im-akkord-ld.7629

2.) Warnsignal nach Berlin:

http://www.nzz.ch/aufstieg-der-alternative-fuer-deutschland-warnsignal-nach-berlin-ld.7427

3.) Oslo will „Asyl-Shopping“ bekämpfen:

http://www.nzz.ch/international/europa/schaerfere-gangart-norwegen-will-asyl-shopping-bekaempfen-ld.7408

4.) Warschau setzt auf Eskalation

http://www.nzz.ch/international/europa/eine-demonstrantin-in-warschau-an-einem-protestmarsch-der-die-respektierung-der-verfassung-verlangte-die-regierung-setzt-auf-eskalation-ld.7406

 

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