Staatsversagen der EU auf Kosten von Menschen, der Humanität

Das, was sich in den vergangenen sechs Monaten in der EU zugetragen hat, reicht für die Geschichtsbücher der Zukunft aus. Ein von Chaos und unkoordiniertem „Staatshandeln“ zerstobener Kontinent mit einem Staatenbündnis namens Europäische EU, das nicht im Stande war, ist und sein wird, eine dauerhaft reale politische Kohärenz der Vielfalt zu leben.

Auf Kosten von Menschen auf der Flucht, die durch die Weckung von Hoffnungen ihre Heimat aufgaben, ihr Hab und Gut den Schleppern in ihre Rachen warfen, stehen nun viele Menschen vor dem Nichts. Sie haben nichts mehr in Reserve, sind Gefangene einer chaotischen und unglaubwürdigen EU-Staatenpolitik und können froh sein, wenn sie halbwegs gesund irgendwann auf trockenem Boden und mit Unterschlupf leben können.

Hoffnungen zu schüren und diese dann nicht einzuhalten, das ist so ziemlich das Übelste, was man Menschen in Not antun kann. Wahrheiten sind hart, aber letztendlich besser, weil sie Realitäten widerspiegeln.

Dieser Artikel der Neuen Zürcher Zeitung vom Tage, läßt erahnen, welchen humanen Horror die EU-Staaten angezettelt haben. Chronische Atemwegserkrankungen dürften, so zynisch es auch klingen mag, das geringste medizinische Übel bleiben. Denn das, was die vor den Grenzen Gefangenen erleben und erkennen ist etwas, dass neben der Aufgabe der persönlichen letzten Mittel voll und ganz in die Psyche eindringt. Traumatisiert:

http://www.nzz.ch/international/europa/planmaessig-steckengeblieben-tausende-schlottern-an-den-grenzen-ld.6924

Um 0700hrs kommt die Meldung rein, dass hunderte Flüchtlinge in Griechenland angelandet sind:

http://www.nzz.ch/international/hunderte-asylsuchende-in-griechischer-hafenstadt-piraeus-angekommen-1.18710606

Damit nicht genug, unter dem Titel

„Flüchtlinge bleiben lange arbeitslos – Berufliche Anforderungen sind markant gestiegen“,

berichtet die NZZ vom heutigen Tage, dass von 40.000 Asylsuchenden des Jahres 2015 in der Schweiz nur wenige tausend „rasch eine Arbeitsstelle finden“. Genauer beziffert, rechnet man mit 3.000 Menschen, die in den folgenden zwei Jahren eine Arbeitsstelle finden dürften. Auf Deutschland bezogen, kann man die Zahlen mit „10“ multiplizieren, um die Größenordnungen zu korrellieren. Man schätzt, „Ein Flüchtlingseffekt würde erst spürbar werden, wenn jährlich 10.000 bis 20.000 zusätzliche Arbeitskräfte auf den Arbeitsmarkt gelangten.“

Grund dafür sei, so der Beitrag,

„… hat sich in den vergangenen 30 Jahren zu einem differenzierten, auf Höchstleistungen ausgerichteten Markt mit bildungsintensiven Arbeitsplätzen gewandelt.“

Aber das wird in Anbetracht der zerfallenden EU, deren Wirtschaftsstruktur hierdurch massiv leiden wird und für kontinental steigende Arbeitslosigkeit „sorgen“ wird, übertragen auf z.B. Deutschland, nicht zu erreichen sein.

Da die Wirtschaftsstrukturen der Schweiz und Deutschlands sehr ähnlich zueinander sind, darf man diese Einschätzungen übernehmen.

Das menschlich dramatische ist, dass Menschen in der Not von einer Hoffnungslosigkeit in eine andere gezogen sind.

Seitens der Politik sämtlicher Ebenen ist ein universelles, quasi „gesetzliches“ Axiom gegeben:

„Man kann nicht rechnen oder, man will nicht rechnen können…“,

was sich im Grunde auch voll und ganz auf die Energiewende übertragen läßt, bei der der Bock zum Gärtner, gar zum obersten Gärtner aller Schlossgärten eines Königreichs gemacht worden ist. Die Aktienausschüttungen von RWE i.H.v. € 0,50, die viele Kämmereien in Schockzustand katapultierten, ist fiskalpolitisch letztlich nur ein Kindergeburtstag gegenüber dem, was wirtschaftlich durch die zerfallende EU durch die Abwanderungstendenzen internationalen Kapitals folgen wird.

So zynisch es auch ist, für Investoren ist ein wirtschaftsoffener Staat mit straffem Zentralismus eben berechenbarer als ein Staatenkonglomerat, das erratisch handelt. Schaut man nach Frankreich, wo man trotz immenser Arbeitslosigkeit bald auf die Barrikaden geht, die 35-Stunden-Woche vehement verteidigt, obgleich auf Deutschland bezogen, die Arbeitslosigkeit über 7 mio. Menschen betrüge, zeigt sich, das viele von dem akustischen Gesalbe, das in die Mikrofone – auch Politiker-Lutscher genannt – nichts weiter als heiße Luft bleibt. Alleine schon die Situation Frankreichs muss in Deutschland die Alramglocken klingeln lassen.

Aber das tut es just nicht, weil man nämlich kaum etwas in der deutschen Presse darüber liest. Unerlässlich also, sich an der ersten Quelle zu orientieren, sprich die Websites der entsprechenden Zeitrungen im Internet anzusehen, dort Informationen für die politische Bildung zu gewinnen.

Bequemer kann doch Information nicht sein! Auch für Politiker und die leitende/höhere Beamte mit Weisungsbefungnissen im Amte.

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