Wie kann die Humanität Europas wieder ein Gesicht bekommen?

Verfolgt man die Berichterstattung und die Geschehnisse in Sachen Flüchtlingskrise, so kann man mit Fug und Recht sagen, dass Europas Maske der Humanität zumindestens ausgeblichen, wenn nicht gerade zerfallen ist.

Es ist ein weiteres Indiz dahingehend, dass man sagen können sollte, dass die EU organisatorisch zwar viel von „organisieren“ redet, es aber nicht umzusetzen im Stande ist.

Das, was an der Mazedonischen Grenze zu erleben ist – des Bauers Vieh wird oft weit besser versorgt – zeigt die Planlosigkeit des Notfallhandelns europäischer Staaten, die unsystematisch-reaktiv ist. Auch, dass sich Brüssel eigentlich immer schon in die Tasche gelogen hat. In Analogie zur Schönwetterdiplomatie eine Schönwetterkommunikation gepflegt hat, die stets die bella figura zu garantieren vermag.

Man hat sich aufeinander verlassen und ist voneinander verlassen und trennt sich immer mehr voneinander, so dass man eigentlich jetzt sagen muss: auch wenn der Tiefpunkt des Elends durchschritten sein würde – was zu bezweifeln ist – erholen wird sich die EU davon nicht mehr. Denn, das Mißtrauen der Bürger, die Entsetztheit und die Beschämtheit prägt das Bild eines Staatenkonglomerates, das wie eine Kabuki-Künstlerin dick Farbe für die Bühnenbeleuchtung auf ihr Gesicht aufgetragen hat. Es  zeigt Theatralik, Scheinwelten auf die viele Menschen sich verlassen haben, und auf deren Impuls hin, sicherlich zigtausende Menschen ihr letztes Hab und Gut für das Beschreiten einer Sackgasse ausgegeben haben und vor dem Nichts stehen.

Was macht heute eigentlich die Werte der EU noch aus…?

Der Grenzzaun Mazedoniens ist in letzter Konsequenz ein Menetekel für die Brüssler Politik wie auch die der diversen Staaten.

 

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