Abriegelung der Grenzen der Balkanstaaten | Problem für EU und MERKEL

Die Tektonik der Europa- und Nationalpolitik läßt die nächsten Bruchlinien erkennen, die zu einer weiteren Destabilisierung der EU führen. Inkohärentes Handeln der Staaten, bessessene Fixation der Standpunkte und des Zielbildes in Brüssel, die Realitäten des wandernden, menschlichen Elends, die Kriminalität, das teilweise Versagen von Staaten, was dem Stillstand der Rechtspflege zumindest sehr, sehr nahe kommt.

Bald wird sich die EU durch die immer stärker werdende Neigung der „politischen Rutschbahn“ nicht mehr halten können. Gerade jetzt,  in Zeiten, in denen die Abstimmung über die weitere Mitgliedschaft Großbritannien an Drehzahl gewinnt, sind solche Entwicklungen fatal.

Brüssel muß das Fanal verstehen und mit sämtlichen Mitgliedern eine Neustrukturierung der EU auf den Weg bringen, sich auch von einer Vision der europäischen Hauptstadt Brüssel verabschieden, die Zügel länger und nicht kürzer lassen, um die Schrittfolge des Gespanns von über 20 Staaten wieder zu ermöglichen.

Das römische Reich zerfiel auch durch die Zerfransung und Besinnung auf Identität.

Brüssel scheint den Schuß bedauerlicherweise noch nicht gehört und das Signal mißverstanden zu haben. Das Staatenmodell, wie man es in der Euphorie der Jahrtausendwende mit der Mentalität „Augen zu, es wird schon klappen“, hat sich als fatal erwiesen. Es vermag nun die Situation weit mehr zu zerstören als vor dieser Epoche.

Denn eines ist klar: aus dem sich Gefühl des Mißverstehens folgt Ablehnung, Entfremdung und schließlich Trennung. Die Entfremdung ist in vollem Gange.

Man mosert über Polen und PiS. Unabhängig von den innenpolitischen Strömungen hat aber bis dato noch kein EU- oder Deutschparlamentarier jemals anerkannt, dass in Polen rund eine Million Menschen aus der Ukraine angelandet sind. Das wird nicht vergessen, aber wahrscheinlich übertüncht. Denn, dann kann man laut Forderungen stellen, wissend, dass sie nicht erfüllbar sein werden. Weiter mit der Sanktionskeule rumfuchteln und so den wichtigen Nachbarn Deutschland, der dazu beitrug den Kalten Krieg zu beenden, durch die Solidarnocz die Mauern zwischen Ost und West zerbrechen ließ.

Brüssel ist dabei durch seine bürokratische Verbocktheit, politische-moralische Anmaßung Gräben zu reißen, statt sie aufzuschütten.

Auch das Weglassen von Fakten und Informationen hilft wie das „Hinbiegen von Argumentationen“ ein Zerrbild zu projizieren. Vielleicht darf der Begriff der weichgespülten Propaganda genutzt werden. Ein 60 Millionen-Volk, das eine Million Ukrainer aufnimmt, hat sicherlich auch seine Bemühungen. Man darf bei der Not von Menschen nicht die Herkunft selbst als Kriterium nehmen, sondern die Situation.

Hierzu bitte folgenden Link anschauen:

http://web.de/magazine/politik/fluechtlingskrise-in-europa/spiegel-visegrad-staaten-balkanroute-abriegeln-31349078

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