MERKEL angezählt und Europäische Regierungen haben den Ernst der Lage, die sich aus der Flüchtlingssituation ergeben hat, im Sinne Europas noch nicht begriffen! || Zu denken gibt der Titel des FIGARO vom 6./7. 02.

Le FIGARO, Paris, 6. / 7. Februar 2016, http://www.lefigaro.fr

Der Artikel auf Seite 15 „Angela MERKEL – comment la chancelière affronte la plus grave crise de son mandat“, in derselben Ausgabe, soll hier mal nicht eingegangen werden, sondern auf den Titel:

„L´Europe face à la montée des partis anti-migrants“, so der Titel. Sinngemäß, Europa sieht sich dem Aufstieg von Parteien gegenübergestellt, die gegen Migranten eingestellt sind.

Après dix mois dix mois d´impuissance européenne face à la crise des migrants, les partis traditionnels luttent désormais pour leur survie, bousculés un peu partout par des mouvements radicaux ou populistes“ …

Nach zehn Monaten des europäischen Unvermögens kämpfen die traditionellen Parteien nun um ihr [Anm.: politisches] Überleben, zum Teil wegen der radikalen oder popoulistischen Bewegungen.

Und:

„l´AfD est en passe de s´imposer comme la troisième force politique, renforc,ant la contestation contre Angela MERKEL“…

Die AfD entwickelt sich zur dritten politischen Kraft, die Herausforderung gegen Angela MERKEL zu verstärken…

Im Klartext bedeutet das, die Bundeskanzlerin – samt ihres Kabinetts – ist in Bezug auf ihre außenpolitische Wahrnehmung bereits angezählt, also geschwächt.

Implizit bedeutet das politisch, dass das Gefühl und die allgemeine Auffassung durch diekollektive Wahrnehmung immer deutlicher werden, dass sowohl Deutschland und Europa/die EU es wohl nicht (mehr) zu schaffen vermögen, nach einem nunmehr zehnmonatigen Impassee eine geordnete Struktur realisieren zu können…

In Anbetracht der Situation in den jeweiligen Staaten kann das in der Wahrnehmung der Bürger des Vereinigten Königreichs dazu führen, sich bestärkt zu fühlen, ihr Engangement in Bezug auf die EU reduziert zu sehen. Mit dem Risiko des Austritts aus der EU im Rahmen der Volksabstimmung. Erinnert sei hier an die Abstimmung in Schottland im Jahre 2015, das fast schon „on par“ war, um es mal sportlich zu sehen. So etwas bleibt im nationalen, kollektiven Gedächtnis haften. Und wenn ein Gefühl sich breit macht, das signalisiert, dass eine Krise nicht zu lenken ist, so kommt es zur nationalen Kontraktion. Sprich, beim Gang an die Urne könnte dann das Gefühl darüber verstärkt bestimmen, gegen den Verbleib in der EU zu votieren. Das Hemd ist bekanntermassen näher, als der Rock.

Klar ist dann auch, dass Staaten wie Griechenland, Spanien oder das dialektisch brilliante Italien auch beginnen werden, nachzuverhandeln. Gründe werden zur Genüge in Rede zu führen sein. Dann wird es auch nicht lange dauern, bis in Deutschland und Frankreich der Ruf lauter wird, seitens Brüssel doch die Gleichbehandlungsprinzipien zu wahren.

Auszumalen braucht man es sich nicht mehr, das Bild ist längst skizziert: Die EU ist kann 2018 dann nur noch zu einem Torso in Brüssel werden, was seinerseits bedeutet, dass die Wirtschaftsregion Europa abgeschrieben wird.

Von Unternehmen und Investoren, weil keine politische Kalkulierbarkeit, Perspektive und Diszplin mehr gegeben ist. Also geht man in die USA, nach Kanada, Südostasien oder Australien und verlagert dorthin die Ressourcen.

Durch die Industrie 4.0 und das Additive Manunfacturing, wird die Portierbarkeit der Wertschöpfung zum möglichen Exportschlager, weil dann die digitale Basis der Systeme im Grunde auch in hohem Maße ausbildungsunabhängig ist, somit portierbar. Und, dümmer ist die Bevölkerung anderer Länder bestimmt nicht!

Europa und Deutschland schneidet sich durch sein elendes Geeiere schon längst ins eigene Fleisch.

Die Entzündungssymptome kann man in der internationalen Presse schon ausmachen.

Mit einer zickenden Regierungskoalition, die sich wie Heulsusen nun im Nachkarten üben (SPD & GABRIEL), ist weder Deutschland noch Europa geholfen, weil das politische Schwäche offenbart. Eine Koalition, die eher ein Bündnis der Absaufenden ist, führt zu Fluchttendenzen in Bezug auf das Vertrauen staatlichen Handelns, welches zwingend die Durchsetzung des Rechtsstaates bedingt.

Mit einer angezählten Kanzlerin, die ihren Zenit überschritten hat und einem „Kanzlerkandidaten in Position“ zieht mittlerweile so etwas wie der politische Verwesungsgeruch über das Land – mit fatalen Signalen in Europa und in die Welt.

Einen Zickenkrieg von irgendwelchen  politischen Lagern muss ein gewichtiger Parteivorsitzender im Stande sein zu beenden. Ansonsten ist der Führungsanspruch ein Führungsanspruch. Und bleibt einer…

Mit dem Blick auf die in bald fünf Wochenden stattfindenden Landtagswahlen, sollte ein staatlicher Impuls durch das Land gehen – ansonsten gehen hier die politischen Lichter wegen „politischer Kurzschlußhandlung“ aus.

Und dann wird es in puncto Arbeitslosigkeit und Standort richtig mies weitergehen…

 

 

 

 

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