Zika-Virus: Kolumbien rät, Schwangerschaften bis Juli 2016 zu vermeiden

Le Figaro berichtet in seiner Ausgabe vom 24. Janaur 2016, auf Grund der Zika-Virus-Epedemie, Schwangerschaften zu vermeiden. In Brasilien sind laut der Zeitung bereits 3.893 Fälle von Microenzephalie aufgetreten. Ein in doppelter Hinsicht existierendes Drama, so die Zeitung, da die Abtreibung in Brasilien verboten ist und Schwangere so in den illegalen Bereich abwandern. Dies mit den typischerweise daraus resultierenden gesundheitlichen Konsequenzen für die Frauen.

Im Rahmen der ausführlichen, auf den ersten drei Seiten publizierten Berichterstattung, wird eine Landkarte des Hexagons gezeigt, wie die Verteilung der die Krankheit verursachenden Tigermücke bereits fortgeschritten ist.

Im Osten, in Lothringen und dem Elsass, sei sie bereits „introduit“, also bereits eingeführt, vorkommend. Während im Norden und in der Mitte sowie in Richtung Normandie sowie im Landesinneren noch keine Tigermücken ausgewiesen sind, so seien sie bereits im Süosten, vom Grenzgebiet nach Spanien bis Italien „implanté“, also quasi-endemisch, sprich „angekommen“.

Die südostasiatische Tiger-Mücke (moustique-tigre; Lat.: AEDES ALBOPICTUS) habe sich bereits in 100 Staaten verbreitet.

Die Verwandte AEDES AEGYPTI sei gleichermaßen in den Tropen verbreitet, habe Europa jedoch noch nicht kolonialisiert.

Im französischen Gebiet Polynesiens seien in den Jahren 2013 und 2014 bereits 28.000 Menschen infiziert worden, was einem Anteil von 11% der Bevölkerung ausmacht.

Mit dem Vorhandensein der Tigermücke asiatischer Provinienz in Lothringen und im Elsass ist für Deutschland klar, dass der Südwesten sicherlich nicht durch eine Demarkationslinie zwischen beiden Staaten von den Tigermücken verschont bleibt, man also davon ausgehen sollte, dass sich die weiß gefleckten Biester auch unter den Badensern entlang des Rheins, in Richtung Schweiz, ihre Opfer suchen.

Die Behörden sollten somit alarmiert sein. Vielleicht auch im Rheinland durch das der Rhein bekanntermaßen fließt…

Die Gesundheitsämter wären beraten, sich die Ausgabe des Le Figaro von Samstag an Land zu ziehen, zu studieren und sofort ans Werk gehen. Denn, der Frühling klopft bereits an.

Gerade im Großraum Karlsruhe, der ein manchmal mediteranes Klima vorweist und die Pfalz, in der es milde Winter gibt, wird seit Jahren von „Schnaken“ geplagt, denen man mit Hubschraubereinsätzen zu Leibe rückt. Bestimmte Eiweißverbindungen machen den eingebornen Mücken dort den Garaus.

Mal schauen, was nun die Gesunheitsministerien von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen tun, um im anstehenden Frühling zumindest einsatztechnisch angemessen gewappnet zu sein.

Wenn in Brasilien derartig viele kranke Kinder mit Mikroenzephalie geboren werden und die Regierung in Kolumbien zur Vermeidung von Schwangerschaften bis zum Juli 2016 rät, wird deutlich, daß die Lage ernst ist und die Gesundheitsbehörden ausreichend viele Kräfte und auch Mittel parat halten müssen, mit hinreichenden Kräften und Mitteln jederzeit den Kampf gegen die Insekten zu beginnen.

 

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Ein Gedanke zu „Zika-Virus: Kolumbien rät, Schwangerschaften bis Juli 2016 zu vermeiden

  1. Soso, mag ja sehr informativ für die Bordsteinjunkieschwalben am Kaiserplatz sein, aber welchen genervten Anwohner sollte das berühren? Lernt der Schreiberling denn nichts hinzu?

    Welchen Kaiserplatzler interessiert die Arbeitslosigkeit in Frankreich?
    Zu lang, langweilig und schließlich nervend!
    Schade um die Seite(n).

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