(Entwurf – Energieversorgungstransformation & Arbeit, wenn Angelas Spielermentalität zu- und zerschlägt) Arbeitsmarktpolitische Kernschmelze in der Ferne bereits zu vernehmen

Nicht ohne Grund sitzt die Rot-Grüne Landesregierung recht verbissen auf dem Dossier „Kraftwerkswirtschaft in NRW“ und arbeitet auf Zeit. Denn würde sie ihrer Ideolgie unvoreingenommen folgen, so würden die Arbeitlosenzahlen kontinuierlich ansteigen. Ohne große Chance auf Ersatz.

Denn, die Menschheit besteht – erfreulicherweise nicht nur aus der Schicht der Bildungsbürgerschaft, Akademikern, Verwaltung oder auch Politik – sondern auch aus Menschen, die ihr Leben mit ihrer Hände Arbeit und deren Geschicklichkeit meistern müssen und auch wollen. Die Fähigkeiten und Fertigkeiten sind in einer gewissen Art und Weise „statistisch gestreut“.

Würde nun die rot-grüne NRW-Landesregierung, die wie ein Politbüro gesteuert wird, ihren Proklamationen der Nachhaltigkeit tatsächlich folgen, so bedeutete dies massiv steigende Arbeitszahlen, weil sie die gesamte Kohlewirtschaft abschalten müßte. Denn, in Folge der systematischen Deindustrialisierung des Landes, fallen viele Arbeitsplätze weg, die von Menschen besetzt werden, die viel Geschick und praktische Intelligenz vorweisen. Und dies sind nicht alleine die Primärarbeitsplätze dieses Sektors, sondern auch Sekundär- und Tertiärtätigkeiten wie zum Beispiel von Montageunternehmen, Konstruktionsbüros, Wartungskollonnen etc. Also halt das, was ein Unternehmen als wirtschaftlichen Impuls bewegt, um zuverlässig arbeiten zu können.

Stirbt die Kohlewirtschaft in NRW, so dürfte dies dazu führen, dass ohne weiteres in der Städteregion Aachen zwischen 7.500 und 12.500 Arbeitsplätze verschwinden würden, für die Ersatz herangeschafft werden muß, um die Sozialkennziffern unserer Region nicht weiter absacken zu lassen, quasi in Richtung von Mecklenburg-Vorpommern…

Dass dieses keine Spinnerei ist, zeigt nun der Erwerb von Alstom durch GE, die in Baden/Schweiz eine Übernahme realisiert haben. Durch die Energiewende werden immer weniger konventionelle Kraftwerke und dazugehörige Anlagen gebaut, bzw. aufgewertet. Primar bedeutet das bereits mehrere tausend Arbeitsplätze, die verloren gehen. Und das an einem Standort, der sehr wirtschaftsfreundlich ist und wo Unternehmen die Mühen der Administration bestmöglich genommen werden, um sich auf ihr Geschäft konzentrieren zu können.

Wer nun glaubt, dass man dann eben die Ingenieure und Techniker etc. einfach mit der Herstellung von Windturbinen oder Solarpanelen, vielleicht auch der Logistik in Arbeit bringen kann, der hat den Schuß nicht gehört. Denn bereits heute ist festzustellen, dass ein Arbeitsplätzeexport in Richtung China oder Indien stattfindet und man sich dort ingenieur- wie auch produktionstechnisch sehr klug anstellt, sprich Anlagen produziert, die global wettbewerbsfähigkeit sind und die es europäischen Anbietern mittlerweile schwer macht wettbewerbsfähig bleiben zu können.

Die Globalisierung hat dazu geführt, dass man sich weltweit bei Angeboten messen muß.

Dadurch dass die Energiewende gewissermaßen „erratisch-statistisch“ gestaltet worden ist, da die Bundeskanzlerin MERKEL die Energiewende von einem auf den anderen Tag verordnete, wurde dies zu einer Marktstörung, verbunden mit einer geradezu irrisinnigen Umverteilungsmaschinere, die Arbeitsplätze kostet. Mit einem ökologischen Negativ-Effekt, weil zum Beispiel emissionsärmere Gasturbinen in Deutschland nicht sinnvoll sind. Nicht wegen der Technik und deren Wirkungsgrad. Sondern einfach auf Basis des gestalteten Marktes. Sind Gasturbinen in Deutschland eingemottet, so werden sie in den Niederlanden mit Freude betrieben. Bei spezifisch niedrigeren Emssionen und mit ordentlicher Rendite. Dies Dank der deutschen Energiemarktgestaltung.

Die Quecksilber-Emissionen der Kohle sind nichts Neues. Die hat es immer gegeben und deswegen sind die Schornsteine auch so hoch. Nur, wenn man keine Kernkraftwerke und keine großen fossilen Kraftwerke in der GW-Klasse mehr hat, wird das Stromnetz, respektive die Versorung des Netzes mit Strom destabilisiert. Der teils recht volatil erzeugte Strom kann in unserer Region nicht wie in Speicherseen gespeichert werden und muss deswegen exportiert werden. Über die Grenzen Deutschlands hinweg freut man sich über den sehr, sehr niedrigen Marktpreis von dem die Kunden der lokalen Energieversorger kaum etwas mitbekommen, obwohl man durch einen Anbieterwechsel nicht wenig Geld auch als Privatperson einsparen kann…

Dies deutet auch das Verhalten der Landesregierung an, die sicherlich in den Fachbehörden weiß, was Sache ist, aber nicht die Katze aus dem Sack lassen kann, weil sie konträr zum gut polierten Grünen Image stünde.

Leistungsfähige Stahlwerke sind im Ruhrgebiet abgebaut worden und produzieren nun in China Stahl, verbuden mit den spezifischen Emissionen. Man kann so sagen, es hat auch eine Art von „Abgas-Export“ nach Asien stattgefunden. In der globalen Summe ist es so, dass die Emissionsquelle an einem anderen geografischen Ort ist.

Die Ausstattung von Kraftwerken mit Quecksilber-Abscheideanlagen hätte in einem Programm wie seinerzeit beim Schwefel angegangen werden können, so dass auch die lokalen Emissionen von Schwefelverbindungen reduziert worden sind. Ein Grund dafür, dass übrigens die „Gips-Architektur“ einen wahren Boom erlebte. Denn, das Endprodukt Gips, das mechanisch nicht besonders super ist, hätte man ansonsten als Gipsberge endlagern müssen.

Der Fehler der Energiewende deutscher Lesart ist einfach der, dass man von heute auf morgen alles umgekrempelt hat, damit suboptimal in jeder Hinsicht restrukturierte, anstatt einen systematischen Transitionsprozess zu gestalten und einzuleiten, ein so genanntes „phase out“.

Wer jetzt mahnt: „Aber die Emissionen!!!“.

Ja! Aber, wer das sagt, der sollte auch bedenken, dass der sich immer selbstlobende ÖPNV der wesentliche Verschmutzer der Luft in Aachen ist – trotz weniger Busse als Pkw – verpesten sie die Luft im Aachener Stadtkessel für die sich viele Aachener Lungen bedanken:

wenige Fahrzeuge - viel Dreck!

wenige Fahrzeuge – viel Dreck!

Das Kernproblem, das Umweltbelastung bedeutet und Arbeitsplätze fördert, das ist die Spontanwende der Kanzlerin im Lichte von Fukushima.

Im strukturschwachen Aachen ist das Donnergrummeln hinter dem Horizont zu spüren, weil der sicher sinnvolle Umbau der Energieversorgung auf nichts anderem aufbaut als auf einer statistischen Entscheidung. Der Bestimmung, von einem Tag auf den anderen, eine Industrie umzukrempeln – ohne Ahnung zu haben, wie die Energieversorgung läuft.

Nun ja, es könnte möglich sein, dass Aachen die erste windkraftfreie Stadt in NRW werden wird.

Denn Aachen ist in Deutschland die am höchsten von starken Erdbeben bedrohte Stadt. Die geologische Erdbebenüberwachung wird durch Windpark-Lärmemissionen gestört – ähnlich wie z.B. bei: http://www.bgr.de – „… der unhörbare Lärm“..

Ein Professor dieses Gebietes hat einen Brief an die Städteregion Aachen i.d.S. gesandt und er wartet noch immer auf eine Antwort.

Nun ja, „auch so“, scheint es in der Städteregion Aachen mit der Kenntnis und Anwendungskompetenz mancher geologischen Fragestellungen recht mau zu sein…

Mal sehen, ob Städteregionsrat ETSCHENBERG dem Herrn Professor schreibt oder nicht. Ein weiterer Mosaikstein, bedenkt man, dass gegen die Errichtung des Windparks im Münsterwald durch den LNU Klage eingereicht worden ist.

Was passiert eigentlich, wenn der Windpark Münsterwald nicht gebaut werden darf?

Und, wenn auf Deutschem Gebiet bei AVANTIS keine weiteren Turbinen mehr installiert werden dürfen, bzw. die bestehenden Anlagen nicht aufgepimpt werden? Im Blog unter „Schwangerschaft“ gibt´s mehr darüber…

Es herrscht eine Orientierungslosigkeit, die gleich in diverster Hinsicht für Schwächung sorgen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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