Bitte mitmachen (*): „Stunde der Wintervögel“ – Naturschutzbund Deutschland (NABU)

Von Freitag bis Sonntag dieser Woche findet wieder die vom NABU organisierte

„Stunde der Wintervögel“

Der persönliche Einsatz: eine Stunde Zeit pro Tag, an dem man mitmachen kann oder mag

Die persönliche Aufgabe: während dieser Zeit die verschiedenen Vogelarten zählen, die einem gerade in das Gesichtsfeld fliegen oder sich dort befinden.

In Großbritannien ist dies bereits eine gesellschaftliche Institution mit langer Tradition, das Christmas Birdwatching, bei dem ganze Familien zu bird spottern werden und damit Daten generieren, die naturkundlich und wissenschaftliche einen tatsächlichen Nutzen erbringen.

Weitere Informationen:

Telefon, kostenlos: (0 800) 11 57 – 115

Internet:                   https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/

Interessant kann die Sache zum Beispiel auch für Gegenden in der Natur sein, die durch umfangreiche Baumaßnahmen der Energiewende „de-naturiert“ werden. Wenn beispielsweise zig Tonnen von Beton in den Boden gegossen werden, um in strittigem Gebiet wie dem Aachener Münsterwald Windkraftanlagen zu installieren.

Von politisch widersprüchlichem Handeln darf man sprechen,  wenn eine Regierung mit Grüner Würze zunächst die  Wälder für Windkraft als Tabu-Zone erklärt, dann aber eine Art von Relapsus begeht und die Euro-Noten auf der Netzhaut schön findet. Übrigens, der Relapsus wurde bei der Verfolgung von Mitgliedern bestimmter Orden, die massivst persönlich inquiriert worden sind, als größtes Vergehen verstanden, das entsprechend geahndet wurde. Den Tempel-Rittern erging es beispielsweise so. Nun ja, wenn Orden zu obscur tätig sind, brauchen sie sich über fehlendes Mißtrauen auch nicht zu wundern.

Die Grüne Politik in NRW ist eine Effizienz-, Ressourcen- und Wirtschafts- sowie Sozialpolitik, die ganz klar noch aus der Zeit der Vorderlader stammt. Denn, es fehlt ihr unbestreitbar die methodisch-systematische Handlungsmaxime Sämtliches in einem System zu sehen und zu verstehen.

Letzteres bedarf des Wissens um Zusammenhänge und Dinge und es wird durch Ideologie teils schnell ad absurdum geführt. Man denke nur an den Unfug der Bioenergie, bei der riesen Landflächen zum Verheizen denaturiert oder der Nahrungsmittelproduktion entzogen werden. Auf der anderen Seite jammern genau diese Protagonisten suboptimaler energetischer Lösungen den Raubbau an der Natur, wobei man zum Anfang gelangt und die Vögel-Zählung als ein Element der strukturellen Dokumentation des Lebensumfeldes und der Natur als solcher verstehen darf.

Die Neigung von Gruppierungen ist mitunter letztlich vor fatalen Irrungen und Wirrungen nicht gefeit, wenn über dem Handeln Partikulärinteressen stehen. Und wenn dies zum Beispiel der Umbau der Gesellschaft ist, bei der Verbote, Maßregelungen etc. als Werkzeug der Ideologie eingesetzt werden, dann ist der Zweck klar, dass auf das Verhalten „eingewirkt“ wird, bzw. man dies erreichen will.

Gerade im Bereich der Umwelt, Nachhaltigkeit, des technischen Fortschritts, der Stadtentwicklung und des Verkehrs wie auch des sozialen Gefüges der Gesellschaft, steht jede Art von Ideologie dem Bestreben, in den Bereich eines Optimums entgegen.

Wer bestimmte Dinge ausblendet, der ist und bleibt halt verblendet. Die Welt im Großen und die Welt im Kleinen – also vor seiner eigenen Haustür – muß man als vernetztes, schier undurchdringbares kybernetisches System verstehen, dass der Mensch längst nicht verstanden hat. Ideologie jedweder Art ist fehl am Platze. Worauf es ankommt, das ist, dass man wie bei der Mathematik möglichst alle Variablen in seine Gleichungen einbezieht. Und da hilft sehr oft schon, den Dreisatz zu nutzen.

Also Leute, VÖGEL zählen, VÖGEL melden!

(*) Manchmal meint es der statistische Zufall gut mit einem:

Denn, nachdem der Text veröffentlicht worden ist, flatterte – nicht ornithologisch! – der Hinweis auf einen Fachartikel aus dem Jahr 2012 der Ornithologie rein, der die Ausführungen oben bestätigt:

VOGELWELT 133: 149 – 158 (2012) 149
1. „Flaggschiffe“ des Naturschutzes –
eine Erfolgsgeschichte
Ja, es gibt auch positive Nachrichten vom Naturschutz
in Deutschland. Die Bestände von Fischadler Pandion
haliaetus und Seeadler Haliaeetus albicilla haben sich
dank intensiver Natur- und Artenschutzmaßnahmen
stark erholt und nehmen weiter zu. Der Wolf Canis
lupus ist in Ostdeutschland und neuerdings in Niedersachsen
wieder heimisch geworden und breitet sich
trotz Gegenwind aus der Jägerschaft weiter aus. Der
Kranich Grus grus ist – durch Schutz der Brutgebiete
und den für ihn günstigen Wandel der Kulturlandschaft
als Nahrungsraum – so häufig wie wahrscheinlich
nie zuvor und von der Roten Liste gestrichen.
Der wieder allerorts heimische (z. T. künstlich angesiedelte)
Biber Castor fiber wird in einigen Regionen
schon als Problem wahrgenommen, und selbst die
Bestände der seltenen Großtrappe Otis tarda in Bran-
Forum
Von der Energiewende zum Biodiversitäts-Desaster –
zur Lage des Vogelschutzes in Deutschland
Martin Flade
Flade

 

 

 

 

 

 

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