Wahl in Katalonien – überwältigende Wahlbeteiligung von 77 %! Soll das gering sein?…

Die Separationsbestrebungen Kataloniens sollten seitens der EU und den Staaten der EU mit sehr feinem Ohr und scharfem Auge verfolgt werden. Denn ansonsten gibt es ein weiteres „Böses Erwachen“, wie bei der Fehleinschätzung der Flüchtlings- und Russlandpolitik.

Interessant ist auch der mediale Versuch des nachhaltigen Kleinredens der Wahlbeteilung für das Volksvotums Kataloniens am Sonntag, den 27.09.2015.

Sind 77% Wahlbeteiligung tatsächlich schlecht?

Wie würden Medien mit demselben Maßstab die Wahl eines Oberbürgermeisters bezeichnen, der nicht einmal 55% der Wählerstimmen erhalten hat?

Politische Überheblichkeit ist immer der Tod einer Gesellschaft. Denn, Überheblichkeit läßt einen immer über dem Nebel des Alltäglichen einen wunderbaren Sonnenaufgang und -untergang erleben. Mit zumeist sonnig-hellen Tagen, die denen unter der politischen Nebeldecke zumeist verwehrt bleiben.

Über dem Nebel zu regieren, heißt, den Bodenkontakt zur Bürgerschaft verloren zu haben. Und, wer sich nicht bückt, und mal schaut, was im politischen Nebel des stinknormalen Bürgers abläuft, der braucht sich nicht zu wundern, wenn ihm durch eine Wahl plötzlich alle Hosen runtergezogen werden und er/sie vollkommen politisch nackig dasteht und das kalte politische Bibbern der Niederlage spürt.

Wer immer an eine gut funktionierende Heitzung des Politapparates gewöhnt ist, der wird besonders frieren, wenn die Heizung ausfällt.

Tja, das Thema von „Oberstadt“ und „Unterstadt“ existiert weiterhin. Und, da nehmen sich die Akteure des gesamten politischen Regenbogens gegenseitig nichts von ihrer Weitsicht weg, so lange sie sicher sind, dass ihnen kein politischer Feind die Beine ohne Vorwarnung wegzieht und einen dann folgend in den nebelig-unangenehmen-erkältungsfördernden Alltag fallen läßt.

Das schlechte Abschneiden der Aachner CDU-Politikerin Thönissen, die weit unter 70% geblieben ist und, dass sogar eine Person, die sicher gesetzt war, den Sprung nicht schaffte, das läßt hoffen, dass in der Aachener CDU ein Meinungs- und Verständnisumschwung greift, der die interne Weichpülerei, Gleichmacherei und Beliebigkeit dorthin befördert, wo sie hingehören: in den politischen Orcus.

Wenn jeder mit jedem ins politische Bett hüpft, dann ist klar, dass politische Infektionen somit jeden treffen können.

Wäre der 11. November 11 Uhr 11, würde man das rheinländisch-karnevalistisch mit einem „Oche Alaaf!“ abmoderieren.

Aber leider ist es kein Karneval, sondern eine bittere politische Bilanz.

Tschö, wa!

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