Windkraft in Aachen – eine aktuelle Eingabe an das Umweltamt

Hier die Eingabe von Hr Dr. Hübner, Roeten, der uns die Veröffentlichung gestattete:

Dr. Klaus Hübner Roetgen, 11. 02. 2015
Keusgasse 43
52159 Roetgen
Stadtverwaltung Aachen
Fachbereich 36 (Umwelt)

52058 Aachen

Einrichtung von 7 Windkraftanlagen im Münsterwald

Einwendungen im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung

Sehr geehrte Damen und Herren ;
In der o.g. Sache ist festzustellen, dass der Antrag der Fa. juwi, mitten im Münsterwald, im äußersten Süden des Aachener Stadtgebietes, 7 Windkraftanlagen zu errichten, nicht genehmigungsfähig ist.
Begründung
1. Lärmbelastung
Die nördlichste der zwei auf der Ostseite der sog. Himmelsleiter (B 258) geplanten Anlagen steht so nahe am Ortsteil Rott, und zwar am Uelenbender Weg, dass der in reinen Wohngebieten auch nachts zulässige Schallpegel von 35 dB überschritten wird, und das auch, wenn die Anlage im sog. schallreduzierten Modus läuft.

Den Einwohnern der Gemeinde Rott kann die Dauerbeschallung mit einer Tag und Nacht laufenden WKA nicht zugemutet werden.

Das Gleiche gilt für die beiden südlichsten geplanten Anlagen, die direkt neben der sog. RAVeL – Route (internationaler Fahrradweg) stehen sollen.

Die westliche dieser beiden Anlagen ist 1 km Luftlinie vom nächsten in Belgien gelegenen Haus geplant, das als nördlichstes in der Straße „Binsenvenn“ in B-Petergensfeld liegt.
Auch hier wird der Schall der nächtens laufenden Anlage den Einwohnern den Schlaf rauben, da hier ebenfalls die erlaubten 35 dB überschritten werden.

Ähnlich sieht es bei der östlichen der beiden geplanten Anlagen aus. Sie liegt 1,2 km von den nördlichsten Teilen des Roetgener Wohngebietes entfernt. Auch hier ist eine Überschreitung der nächtens zulässigen Lärmbelastung ( 35dB )
zu erwarten.

Ganz besonders gilt das aber für den Landwirt östlich der B 258 und das Hotel „Marienbildchen“ westlich der B 258,
die nur 500 bzw. 600 m von der Anlage entfernt liegen.
2. Zu große Nähe zu Belgien

Wie oben erwähnt ist die Nähe der geplanten WKA zum Königreich Belgien offensichtlich zu wenig bedacht worden.
Einmal sind Belange von in Belgien wohnenden Bürgern erheblich betroffen, indem sie in ihren Häusern und auf ihren Grundstücken ständigem Lärm ausgesetzt werden. Dies betrifft besonders alle Bürger, die in B-Petergensfeld wohnen und ganz besonders die Anwohner der Straße „Binsenvenn“.

Außerdem wurde bei der Planung der WKA außer acht gelassen, dass die zwei am weitesten südlich gelegenen Anlagen direkt neben der sog. RAVeL-Route liegen werden, einem von der EU mit 14 Millionen Euro finanzierten internationalen Rad – und Wanderweg, der, obwohl in großen Teilen durch die BRD führend, ganz und gar auf belgischem Hoheitsgebiet liegt.
Hier müsste die EU, bzw. der belgische Staat sicher das Placet geben, was bisher allerdings nicht geschehen ist.

Was passiert z.B., wenn einem Radfahrer auf der (belgischen) RAVeL-Route von der direkt der daneben stehenden WKA Eisstücke auf den Kopf fallen ? Der Unfall würde dann in Deutschland auf belgischem Hoheitsgebiet passieren.

3. Brandschutz, Gefahrenabwehr
Immer wieder passiert es, dass WKA auf Grund von Blitzeinschlägen oder Kurzschlüssen in Brand geraten, der von der Feuerwehr wegen zu großer Höhe nicht gelöscht werden kann.
Das würde hier im Münsterwald zu einer ausgedehnten Brandkatastrophe führen, da bei dem meist zu erwartenden Westwind
bei Waldbrand die B 258 gesperrt werden müsste und auch der landwirtschaftliche Betrieb auf Marienbildchen abbrennen könnte.
Und das besonders deshalb, weil die Fa. juwi automatische Löschvorrichtungen in den geplanten WKA nicht eingeplant hat.
4. Optisch bedrängende Wirkung

Die Gemeinde Roetgen hat sich zur Förderung des Tourismus das Logo

„Roetgen, Tor zur Eifel“

gegeben.

Dieser Gedanke wird durch die beiderseits der sog. Himmelsleiter geplanten 7 WKA mit der erheblichen Höhe von 196 m massiv gestört ( Der Kölner Dom ist nur 156 m hoch).

Die geplanten WKA würden für den Betrachter als weithin sichtbare Landmarken das Bild der Voreifel in entscheidender und nicht zulässiger Weise verändern.

Damit würde dem Landschaftsbild und auch dem Ansehen und der Geschichte der Voreifel ein nicht wieder gut zu machender Schaden zugefügt.

Die geplanten WKA sind so hoch, dass sie die Höhe „Marienbildchen“ weit überragen und damit im gesamten Ort Roetgen zu sehen sein werden. Das hat zur Folge, dass zumindest nördlich gelegene Häuser und Grundstücke an Wert verlieren, weil, wenn sich WKA in der Nähe befinden, das grundsätzlich von Besitzern und Käufern als negativ angesehen wird.

5. Artenschutz
Die von uns in einer früheren Einwendung erhobenen Bedenken betreffs des Artenschutzes wurde seitens der Stadt Aachen nicht berücksichtigt.
So wurde der mitten im Münsterwald brütende Kolkrabe, dessen Nest von uns (H.Klinkenberg, Aachen-Sief) entdeckt wurde, von Ihnen als vernachlässigbar hingestellt, dabei ist diese Vogelart massiv gefährdet und deswegen besonders geschützt. Er zeigt übrigens bei WKA kein Vermeidungsverhalten und wurde laut einer Statistik des Landesamtes für Umwelt Brandenburg zu den häufigen Schlagopfern gezählt ( 23 Kollisionsopfer im Jahre 2014 ).

Wir weisen hier noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass Nichtbeachtung und Töten dieser Tiere bei dem Bau von WKA in Wäldern einen Straftatbestand nach dem Naturschutzgesetz darstellt.

Das Gleiche gilt für den Schwarzstorch, der zwar außerhalb des Münsterwaldes brütet, aber dessen Habitat die gesamte Roetgener Gegend und vor allem der Münsterwald darstellt und zwar deshalb, weil in diesem Wald eine Reihe Weiher und Bachläufe existieren ( Prälatensief – Distrikt und Fobisbach ), in denen dieser Vogel ausreichend Nahrung in Form von Amphibien findet.
Vom Schwarzstorch existieren in der Eifel nur noch 4 Paare. Er ist also sehr stark gefährdet, daher hoch geschützt und zeigt bei WKA auch leider kein Vermeidungsverhalten.

Ebenso verhält es sich beim Rotmilan. Mehrere Paare brüten im sog. Natura 2000 Gebiet im nahen Belgien und benutzen den Münsterwald zur Jagd. Er ist stark geschützt, zeigt aber auch bei WKA kein Vermeidungsverhalten und ist daher ebenso
massiv gefährdet.

Außerdem jagt im Münsterwald der Uhu. Er brütet in einem Steinbruch bei Walheim und ist regelmäßig über dem Wald zu sehen. Auch er ist ein besonders geschützter Vogel, der an WKA kein Vermeidungsverhalten zeigt und deshalb dort sehr gefährdet ist.

Des weiteren sind die alljährlichen Kranichzüge über der Voreifel bekannt. Sie ziehen direkt über den Münsterwald und manche Gruppen rasten z. B. auf den Wiesen direkt unterhalb des Hotels „Relais Königsberg“, bzw. auf den Wiesen an der oberen Inde (ein Naturschutzgebiet) und auf dem Struffelt bei Rott (ebenfalls ein Naturschutzgebiet).

Da sie vor der Eifel und über dem Münsterwald aufsteigen müssen, ist eine Tötung dieser Vögel in den WKA vorprogrammiert.

All diese Vögel, die besonders geschützt sind, kamen im faunistischen Gutachten (Pro Terra 2011 und 2012) nur in völlig unzureichender Weise vor oder wurden vom Gutachter gar nicht gefunden.

Hinzu kommt noch die völlig unzureichende Behandlung der verschiedenen im Münsterwald ständig oder nur jahreszeitlich lebenden Fledermausarten. Es gab keine automatische Dauererfassung, was bei solchen Gutachten gefordert werden muß, besonders, wenn man es wie bei dem Großen Abendsegler mit einer in großen Scharen durchziehenden Spezies zu tun hat.
6. Landschaftsschutz / Naturschutzgebiete

Die im Münsterwald geplanten WKA, und zwar besonders die ganz im Nordwesten geplante Anlage, liegen direkt neben den vier dort befindlichen Naturschutzgebieten :

1. Oberlauf der Inde, 2. Fobisbach, 3. Vichtbachtal, 4. Prälatensief .

Diese Gebiete sind im Verzeichnis der „Naturschutzgebiete in Aachen“ im Südzipfel des Aachener Stadtgebietes zu finden, zugleich mit dem Vermerk : „Umweltschutz braucht Regeln“. 300 m daneben plant die Stadt die WKA !

Es wäre sehr zu wünschen, wenn sich die Stadt Aachen an diese von ihr selbst formulierten Regeln halten und auf die Störung der Natur durch die direkt neben den Naturschutzgebieten geplanten WKA verzichten würde.
Alle geplanten WKA befinden sich zudem im Landschaftsschutzgebiet, das im Landschaftsplan der Stadt Aachen „ zur Sicherung der Schönheit des Landschaftsraumes, sowie der Entwicklung zu einem ausgewogenen Landschaftsbild und Naturhaushalt“ ausgewiesen ist.
Hier handelt es sich offensichtlich um reine Lippenbekenntnisse, da das Gebiet nun gleichzeitig den riesigen Windmaschinen geopfert werden soll.

Es müssen ca. 10 000 Bäume gefällt, sowie breite Zufahrtstrassen zur Anlieferung der Anlagen und Flügel per Sattelschlepper in den Wald geschlagen werden. Die Wege müssten aufgeschottert, Fundamente, Kranstell- und dauerhafte Kranaufbauflächen angelegt, was den Wald massiv und dauerhaft denaturieren würde.

Außerdem würden die geplanten WKA mitten im Deutsch-Belgischen Naturpark Eifel – Hohes Venn stehen.
Das allgemeine Ziel der Gründung dieses 1975 eingerichteten Naturparks ist aus seiner Präambel zu ersehen:
„Erhaltung der natürlichen Landschaft, ihrer Werte und Eigenarten, ihre Pflege und Gestaltung, sowie Förderung der kulturellen und sozialen Interessen, wobei die natürliche Schönheit der Landschaft bewahrt werden soll.“

Diesem Ziel wird eine Zerstörung des Münsterwaldes durch 196 m hohe WKA in keiner Weise gerecht.

Inzwischen haben sich 4285 Bürger aus der Voreifel und Aachen-Süd gegen die Aufstellung von WKA im Münsterwald ausgesprochen, da es sich hier um ein beliebtes und von vielen genutztes Naherholungsgebiet handelt.
Wir fordern die Stadt Aachen hiermit freundlichst auf, die WKA nicht im Münsterwald zu platzieren, sondern z.B. im Grüngelände oder entlang der Autobahn, und zwar weit genug entfernt von bebautem Gelände, um eine Störung der Anwohner und der Natur zu vermeiden.
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Klaus Hübner

WEITERES IN SACHEN WINDKRAFT:

https://kaiserplatzaachen.wordpress.com/2014/11/17/nach-der-windkraft-nun-der-flachennutzungsplan/

 

Werbeanzeigen

Aachen ruft zum Sobotnik auf!

Lesetipp:

https://kaiserplatzaachen.wordpress.com/2014/07/21/die-ordnung-des-offentlichen-raumes-anstatt-littering/

oder:

https://kaiserplatzaachen.wordpress.com/2014/03/22/aseag-umweltamt-aachener-zeitung-samstag-22-marz-zur-luftverschmutzung/

In der DDR war es eine Tradition, den Sobotnik zu begehen. „Schöner die Straßen, schöner die Städte/Gärten!“.

In Aachen hat man den Vorteil, dass man sich nicht dem moralischen Druck der SED unterzuordnen hat und der Not gehorchend zu Besen und Schippe zu greifen hat.

Man sollte sich politischerseits vielleicht einmal überlegen, was den Aachener Sobotnik eigentlich bedingt?

Einmal im Jahr den Besen zu schwingen, das ist und bleibt eine politische Aktion, die in keiner Form nachhaltig ist, weil spätestens an dem darauf folgenden Wochenende die Wirkung des Sobotnik nicht mehr erkennbar ist.

Vielleicht wäre es zielführend, den Dingen, die den Aachener Sobotnik politisch salonfähig gemacht haben, auf den Grund zu gehen, um ursachenorientiert eine tatsächlich nachhaltige Wirkung zu erzielen.

Aber das heißt, Dinge durchdenken zu müssen, um Wege zur Verbesserung zu finden

Einem unerzogenen Herrchen mit Hund ist es – Entschuldigung – scheißegal, ob wieder einmal ein Aachener Sobotnik stattgefunden hat, oder nicht.

Es geht um eine Schaffung des Bewußtseins. Dies keinesfalls im Sinne von „law and order“ oder „Kontrollwahn“.

Der Stadt Aachen wäre bereits sehr damit gedient, mehr Mülleimer im Öffentlichen Raume aufzustellen. Und, an Stellen, bei denen man Abfall im Vorbeigehen loswerden kann.

Es gibt im Übrigen Stellen – wie am Elisenbrunnen vor der Liegenschaft in dem bis vor einer Weile ein Besteckgeschäft war – die mülltechnisch außerordentlich bedeutend sind, aber wo man den Mülleimer entfernt hat. Da braucht man sich nicht wundern, wenn die Dinge verlottern.

Aber auch Kanäle, bei denen die Straßenoberfläche die Zuständigkeitsgrenze zwischen Stadt Aachen und der Stawag ist, sollte man mehr acht geben, dass die Kanalgitter nicht zu vermatschten Bollwerken gegen das Wasser werden und beim kleinsten Regen zur Dauerpfütze werden.

Der Aachener Sobotnik ist somit auch ein Indikator dafür,  dass man nicht konsequent strukturell an die Sache geht, sondern eher publikumsorientiert.

Obrerbürgermeister Marcel Philipp möge deshalb bitte veranlassen, ein Kataster der aufgehangenen Mülleimer im Stadtgebiet zu veranlassen und parallel dazu, die zehn schlimmsten Müllecken zu identifizieren. Für diese zehn Müllecken würden dann Lösungen entwickelt und nach einiger Zeit geprüft werden, um Feinadjustierungen vorzunehmen. Danach kann man sich die nächsten zehn Hot-Spots vornehmen.

Wenn heute der 1. April wäre, könnte man melden, dass die Stadt Aachen ein Hunde-DNA-Kataster eingeführt hätte: mit der Abholung der Steuermarke wäre eine Hundestuhlprobe abzugeben. Wir ein Möpp DNA-technisch dann aktenkundig, greift die Sanktion der Stadt. Was fiskalpolitisch interessant wäre, liegt doch das Dezernat für das Geld und die Ordnung in denselben Händen.

Ein nachkarnevalistisch notwendiges „Jecke, Alaaf!“

 

 

Verbotene Seite für Aachener Politik!

„Denn sie wissen nicht, was sie tun“, war einst ein geflügeltes Wort der Cineasten. Diesen Eindruck hat man oft – nicht selten! – wenn sich die Politik mal wieder gemüßigt fühlt, „Investitionen“, „Gesellschaften“ oder „Projekte“ aufzugleisen. Am Ende des Beitrags ein erhellender Link!

Wenn dann die Aussage „Unser neues Projekt schafft Arbeitsplätze!“ draufgeklebt wird, so wird das als Sigel des wirtschafts- und standortpolitischen Gütesiegels selbstgefeiert. Oft ein Grund abzuhauen oder sich als nicht Teil dieses Geschäfts zu äußern… Selbstreferenzierung ist ein absoluter no brainer. Aber das hat man nicht überall verstanden. Oder, akzeptiert. Geschluckt. Krötenschlucken gehört sicherlich bei einer politischen Karriere zum Grundstock des Erfolgs. Nun, dafür hat die alte Weisheit: „Eigenlob stinkt!“ längst nicht ausgedient!

Manches von den gloreichen Selbstbeweihräucherungsprojekten, bei denen man nicht auszuschließen sagen, darf, dass v.a. „Pöstchen für verdiente (bestens angepaßte?) generiert werden“, sind nicht nachhaltig. Weder ökologisch noch wirtschaftlich. Vielleicht für teuer verkaufte Seelen bis zur Rente, weil man weiß, wem man was zu verdanken hat? So etwas sorgt alleine schon durch die emotionale Abhängigkeit zur scharfen Schere im Kopf, die so etwas wie eine „politische Selbstzensur“ sein kann. Auch „vorauseilender Gehorsam“ zu nennen.

Beim Thema Geld hört bekanntermaßen die Freundschaft auf. So ist es kein Wunder, warum die Politikerkaste nur wenige tatsächliche und ehrliche Freunde jenseits ihrer eigenen, direkt-intimen Zirkel hat. Wächst also die Größe des Netzwerkes, so ist logisch nachvollziehbar, dass sich eine politikulturelle Parallelgesellschaft in Sachen Freunden bilden kann, die von einem überdurchschnittlichen Konsens und gegenseitigem Schulterklopfen und Absichern umschrieben werden kann. Hat sie eine kritische Größe erreicht, so ist das ein lebensfähiges Biotop. Autonomie der eigenen Art…

Wenn´s ums Geld geht, kann man zumindestens vorrechnen – etwas, das oft vernachläßigt wird – hier der Link:

Tschö, wa!

 

 

 

Veröffentlicht unter Aachen

Esotherische Landesregierung? Keine Impfpflicht gegen Masern?

Die NRW-Landesregierung scheint wohl Angst davor zu haben, dass ihr bestimmte Wählerkreise abhanden kommen, wenn sie für eine Impfpflicht gegen Masern stimmten. Man steht nur kopfschüttelnd vor der heutigen Berichterstattung der Aachener Zeitung…

Vielleicht sollte sich die Landesregierung NRW einmal mit der semiotischen sowie semantischen Dekodierung von Begrifflichkeiten befassen und überlegen – besser „sich besinnen“ – worin der Unterschied zwischen „Pflicht“ und „Zwang“ besteht.

Aber, wenn „esotherische Anwandlungen“ Wege zur Landesnorm erhoben werden, dann braucht man sich nicht darüber zu wundern, wenn unvergorenes Zeug abgenickt wird. Da die rot-grünen Privatversicherten in Düsseldorf sicherlich ihren präferenziellen heißen Draht zum Leibarzt haben, sollten sie vorher einmal einen von ihrer Privatkasse bezahlten Termin zum Schutze der Bevölkerung bei ihrer ÄrtzIn des Vertrauens geben lassen, um sich zu orientieren, wie denn bitteschön der heutige Stand der medizinischen Kunst und Pharmazeutik ist. Dort ist das Thema „Risiko“, „Unverträglichkeit“, „Freistellung“ [nicht steuerlich…] oder „Ausnahme“ sicherlich medizinisch-wissenschaftlich nicht unbekannt…

Irgendwie wähnt man sich langsam in das Mittelalter zurückkatapultiert, als es bei den Eisengiessern Regeln [sic!] gab, wie etwa die, dass man Urin nur bei klarer Vollmondnacht verwenden dürfe, um Klingen besonders widerstandsfähig werden zu lassen.

Wie bei Monty Phython kommt einem diese Filmsequenz „hoch“: vor sich hinstammelnde Mönche in verschlißenen Kutten knallen sich rythmisch und gemäß einem Kanon befreiend ein Holzbrett vor den Kopf. Im Kino mußte man lachen, als Bürger von NRW kann man sich nur noch vor Entsetzen die Hände gegen das Gesicht werfen und inniglich um Ereluchtung durch Erkenntnis hoffen…

Was sagen eigentlich die Ärzte im Landtag? Wurden und werden sie konsultiert?

Bebauungspläne für Windpark unwirksam – OVG Koblenz macht Planern Strich durch Pläne

Dem Windpark Fürfeld in Rheinland-Pfalz, hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Koblenz den Wind aus den Rotorblättern genommen. Bildlich gesprochen, hängen nun die „Geld in die Kassen spülen sollenden Rotorenblätter“ so, wie die Löffel von erlegten Hasen, die zur Strecke gebracht worden sind. Der Hase ist geputzt, wie man im Süden sagt. Den Strich durch die Wirtschaftsrechnung machte nun Mutter Natur.

Denn, Windkraftanlagen sind eine grundsätzliche Gefahr für die Tierwelt. Die Europäische Umweltbehörde hat hierdrauf verschärft ein Auge geworfen. „Eulen-Shredder“, „Fledermaus-Flitsche“ oder „Sesterzen-Generator“ werden Windkraftanlagen mittlerweile auch genannt. Der Rote Milan – auch Gabelweihe  genannt – lebt mittlerweile gefährlich, weil die weißen „Flattergeister“ als fiskalpolitische Wunderwaffe von Kämmereien, Investoren und kommunalen EVU verstanden nicht zum evolutorischen Muster passen.

Außer im Weltraum, in der Welt der subatomaren Teile und bei Stürmen, sind Rotationsbewegungen als „unnatürlich“ zu bezeichnen. Somit brauchte sich die Evolution mit die diesem erkennungspsychologischen Problem über Milliarden von Jahren nicht herumschlagen. Bis die Deutsche Energiewende kam.

Man darf sich nun auf die Argumentationsübungen in Aachen freuen, wie man nun von den per Urteil induzierten „Betreiberkrämpfen“ geschüttelt, die Kurve hinkriegen will.Gespannt dürfte man auch auf die Argumentationsübungen der STAWAG und der Grünen sein, die die Natur allzugerne und allzuoft bei Seite stellen, wenn es ihnen in ihren politischen Kram passt.

Das Urteil des OVG in Koblenz dürfte wohl nicht in Aachen und NRW als „falsch“ negiert werden können. Denn, die Physik und die Biologie, gelten in Koblenz gleichermaßen wie in Aachen und NRW.

Da kann auch kein Landesumweltministerium sich gegen sperren. In der Milliarden von Jahren fortwährenden Evolutionsgeschichte – die hoffentlich noch lange dauern wird – darf man ein deutsches Datum als epochal bezeichnen. Das Fukushima-Ereignis, das wie das Umlegen eines Schalters die Deutsche Energiewende anknipste, an der die Welt genesen und die Fauna verrecken sollte. Obgleich Deutschland mit sehr hoher statistischer Wahrscheinlichkeit bis auf die Gestaden der Nord- und Ostssee nicht Opfer eines Tsunamis werden können dürfte, hat die Bundesregierung aber Fukushima als energiepolitisches Edikt jenseits jeder physikalischen Rationalität par ordre du moufti so in die Geschichtsbücher geschrieben.

Törrröö, törrrööö – wie die Lemminge und wie Zugekiffte, hieß es von einem auf den anderen Tag, die Welt von Deutschland aus retten zu müssen. Fanatisch-missionarisch wurde alles durchgewunken, was bei Drei „Energiewende!“ buchstabieren konnte.

Dass dabei auch nicht wenige physikalische Analphabeten lauthals krakeelten, und sich die Taschen mit Steuergeldern vertraglich vollstopfen konnten, das interessierte nicht. Man musste ja von Berlin aus die Welt retten. Koste es, was es wolle.

Ein Grünes Label, das in vielen Teilen vom Geiste befreit, die Natur und Umwelt regelrecht geschliffen hat.

Und, ökonomisch wie ökologisch weit, weit weg von „nachhaltig“ ist und bleibt. Man denke nur an so schwachsinnige Ideen, Agarflächen für Biokraftstoffe zu bewirtschaften und dies mit der CO2-Argumentation zu legalisieren: von 100 Hektaren Anbaufläche werden nämlich weit über 90 Hektare dafür aufgewandt, die Luft unnötigerweise zu erwärmen. Denn, von der Energie im Tank eines Autos wird mehr als 80% zur Abdeckung der Verlustleistung verwandt. Deswegen die heiße Luft um den Motor und die Abgasanlage. Nicht zu vergessen: „es“ baut sich ja nicht selbst an… Die politische Schwindelei bei Biokraftstoffen basiert übrigens auf dem Argument, dass man für die Erzeugung von Biokraftstoff im Vergleich zum fossilen Kraftstoff mindestens 33% CO2 einspare. Dies verglichen für die Bilanzhülle von der Erdölquelle bis zur Tankstelle – „well-to-tank“. Analog „field-to-tank“. Könnten und würden mehr Mandatsträger an den Schalthebeln nur etwas besser rechnen, dann ginge es der Natur, vielen Teilen der Wirtschaft und den Bürgern in Deutschland besser: weil nämlich viel weniger Geld für viel Unfung eingespart werden würde!

Vielleicht ist es bei der Energiewende so wie auf der Kirmesbude: nach der ersten Euphorie des guten und überschwänglichen Gefühls politisch korrekt zu sein, wenn man nur blind folge, wirft man mit Lederbellen das viele Blech aus dem Regal, bekommt dafür einen wertlosen Stofffetzen als Anhänger für seinen Treffer, der bald danach im Müll landet. Die Illusion des Jahrmarktes, ist nicht teuer, man lacht.

Bei der Energiewende allerdings, kann man an seinem Lachen ersticken…

WINDPARKS und MUSIK von „Röhner Sauwäntzt“

http://www.sauwantzt.de

Aachener Nachrichten berichten über Ausgleichsfläche einer Ausgleichsfläche

Es lohnt sich, die Aachener Nachrichten zu lesen. In der gestrigen Online-Ausgabe – ca. 18h00m – berichtete Heiner HAUTERMANNS über eine kreative Gestaltung bei der Ausweisungspraxis von so genannten „Ausgleichsflächen“. Es scheint wohl möglich zu sein, Ausgleichsflächen für Ausgleichsflächen ausweisen zu können…

Kreativ ist das schon!

Politisches Heringsessen am Aschermittwoch abgesagt. Niemand vermißt es…

Die Aachener CDU und SPD haben ihr traditionelles Aschermittwochs-Fischessen abgesagt. Vielleicht sind ihnen ja im Rahmen ihrer Politik sogar die Heringe weggelaufen. Man stelle es sich vor, man wäre ein Hering: man liegt auf dem Teller in fettiger, zwiebeliger Soße und hat mit sich und seinem Leben als kleiner Fisch abgeschlossen und plötzlich beugt sich über einen ein schwarzroter Schlund, der einen einsaugen und schlucken will. Das ist ja schlimmer als die Hölle, das Schwarz-Rote nichts!

Wenn Fische laufen lernen…

Veröffentlicht unter CDU, SPD