Feinstaubbelastung – Recherchestart mit der Apotheken-Umschau und dem Blick auf Aachen…

Wenn es um Feinstaubbelastung geht, sind Politiker dann nicht begeistert, wenn sie gezwungen sind, die Umweltzonen einrichten zu müssen, aber unter dem Druck stehen, die Einführung hinauszuziehen.

Die Apotheken-Umschau vom 15. Juli 2014, http://www.apotheken-umschau.de, hat ausführlich berichtet und dabei veröffentlicht, dass Aachen zur Gruppe der „Sieben Riesen der Feinstaubbelastung“ in Deutschland gehört. Besser wäre, der Gruppe der „sieben Zwerge“ in Sachen miefiger Luft zu gehören  ipso facto ist es nicht so .

Und so dürfte es wohl bald soweit sein, dass die Stadt Aachen anders als gewünscht wachgeküsst werden wird. Sprich, trotz aller Versuche vor der Situation zu stehen, die Umweltzone einführen zu müssen und umzuplanen. Umzuplanen im Sinne und zum Wohle der Menschen, die in Aachen leben.

Weiterführende Lektüre findet man in der Apotheken Umschau, wenn man http://www.apotheken-umschau.de eingibt und in dem Suchfenstger entweder „Feinstaub“ oder „Feinstaubbelastung“ eingibt. Aber auch Stichworte wie „Asthma“, „Allergie“ oder „Lungenkrebs“ sind interessant zu recherchieren.

Ist es nicht eine politische Schitzophrenie, wenn seitens der Politik das Nichtrauchen begrüsst wird, die Verbesserung der Umwelt und die Nachhaltigkeit auf das Banner der politischen Mission geschrieben wird, aber einfach nur „hohl rumgezickt“ wird, wenn eine Umweltzone eingeführt werden soll, weil die Luft einfach nur miserabel ist?

Wem wollen die politoadministrativen Kader in Aachen denn nicht auf den Schlips treten?

In Aachen sind so gesehen „Die Grenzen des Wachstums“ erreicht.

Und, eine wissenschaftlich absolut unabhängige wissenschafliche Studie in Sachen Quellen des Feinstaubs, dürfte einen mächtigen Aha-Effekt mit sich bringen, weil dann klar wird, an welchen Stellschrauben zu drehen ist um wirkungsvoll für „FRISCHE LUFT AACHEN!“ zu sorgen. Vielleicht der Name eines neuen Aachener Bürgerbündnisses, dass sich auf Basis fachlicher Qualifikation zusammensetzt und sämtliche Ideen oder Vorschläge seziert und kommentiert? Könnte interessant werden!

Und, dann weiss man auch, welche Hebel diejenigen sind, die hülfen, dass man in Aachen wieder kraftvoll durchatmen kann. Vielleicht aber, steckt ja eine kaschierte Ideologie, die von noch nicht ganz klar erkennbaren Motiven beeinflusst wird, dahinter? Es wäre vielleicht der Sache dienlich, wenn die Stadt Aachen hier für mehr Klarheit und Verbindlichkeit in der Diskussion sorgen würde, um besser auf Zielkurs zu kommen. Die Fenster zu öffnen, um den Feinstaub „hinauszuventillieren“, das geht leider nicht…

Wie kann eine Stadt wie Aachen es durch den Aufsichtsrat überhaupt zulassen, dass das Örtliche Verkehrsunternehmen, die ASEAG.de, deren Aufsichtsratsvorsitzender, der Interessenverstreter der Stadt Aachen an oberster Stelle der Eigentümerschaft, Harald Baal, CDU, Busse verkehren lässt, die abgastechnisch bei weitem nicht auf dem Stand der Technik sind, sondern die Stadt – wie jüngst in der Aachener Zeitung zu lesen – wirkungsvoll „zugemieft“ wird? Das Beauftragen von Externen könnte man als eine „bilanzielle Optimierungsmassnahme“ umschreiben. Denn weniger Busse in der Bilanz heissen, auf dieser Seite weniger Belastungen zu haben und die Beauftragungen Externer sind laufende Kosten nach Aufwand, die anders verbucht werden. Es wäre sehr aufschlussreich, die vollständigen Bilanzen – sowohl die Wirtschafts- wie auch die Steuerbilanz – als Bürger einsehen zu können und sie über den Zeitverlauf in Bezug auf ihre entsprechende Veränderung der Kennzahlen/Ratios zu überprüfen. Übrigens auch etwas, das bei der STAWAG.de und ihren vielen Gesellschaften interessant wäre bilanziell detailiert zu untersuchen. Und zwar in dem Masse, wie eine Bank sie einfordern würde, um zum Beispiel die Kreditkonditionen auszurechnen…

C(h)ampusbahn und rauchende Busse

Es wird über die „ach soo schlilmmen Kosten“ lamentiert. Aber, wenn man sich hier bitte noch einmal an das Jahr 2013 erinnert, dann sollten so einigen mal die Ohren klingen, weil an die Führungsriege gedacht, die Kosten und Risiken für die Campusbahn stets als „irrelevant“ kommuniziert worden sind.

Hier sind alle mit stolz geschwellter Brust in den Wahlkampf für die Campusbahn gegangen, um das Argument „Ökologie“ als die verkehrspolitische Heilsbotschaft zu verkünden…

Nur komisch, besser höchst bedenklich, dass just genau dieser Personenkreis der Protagonisten der Campusbahn beim Thema Busse und Russpartikel – und damit Feinstaub, Asthma, Allergie und Lungenerkrankungen“ abtauchen. So, wie ein böser Bub, der weiss, was er verbockt hat und Angst vor den Konsequenzen hat. Sprich, dass es eins vom Wahlvolk ordentlich auf die Hucke gibt. Aber, so doof sind die Bürger Aachens nicht!

Die Konsistenz und Klarheit der Aachener Verkehrs- und Umweltpolitik scheint in nicht gerade wenigen Punkten so zu sein, als ob die Schwarze Russwolke den klaren Blick auf den Horizont nicht mehr zu erkennen vermag und dass man nach politischem Gefühl und nicht sachlichen Zielen strebt.

Ein Transitionsprozess einer kommunalen Struktur lässt sich in den wenigsten Fällen durch „Revolutionen“ zum Besseren führen, sondern häufig in Form von Trippelschritten, die massgeblich auch durch die gewonnenen Erkenntnisse aus Wissenachft und Forschung definiert werden. Strukturveränderungen kosten sehr, sehr viel Geld. Und wenn hier falsche Entscheidungen getroffen  werden, für die Angestellte in Unternehmen gefeuert werden und möglicherweise als Prokurist oder Geschäftsführer sogar in Bezug auf das Privatvermögen zur Rechenschaft gezogen werden – sprich in Vermögenshaftung – haben die Bürger die Kosten an der Backe und dürfen sich darüber ärgern, wenn die Infrastruktur zerbröselt…

Es war in diesem Zusammenhang geradezu eine „bürgerpolitische Herzenserwärmung“, dass der lang gediente Ratsherr der Aachener CDU, Egbert FORM in der Aachener Zeitung vom 23. Juli 2014 in seinem Leserbrief Klartext in Sachen der Verkehrspolitik der ASEAG gesprochen hat. Er hatte hier auf einige wichtige Aspekte gezeigt, die man als „Juckepunkte“ beschreiben darf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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