Selbst überrascht: Kaiserplatzaachen-Blog auch im Ausland gelesen!

Die Auswertung der Besuche bis Sonntag, 29. September 2013 haben ergeben, dass unser kaiserplatzaachen.wordpress.com Blog bereits in folgenden Ländern verfolgt wird:

Belgien, Luxemburg, Italien, Niederlande, Schweiz.

Damit hat die Initiative Kaiserplatz e.V. nicht gerechnet. Es wird die englischsprachige Veröffentlichung von Meldungen sicherlich verstärkt werden, um auch in anderen Staaten Neugierde zu wecken.

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Stadt Aachen und Städteregion: Gestaltung der Suchthilfe – wie soll die Lastenverteilung in der Städteregion aussehen…???

Immer mehr Aachener Bürger stellen sich die Frage und diskutieren darüber, ob die Stadt Aachen zukünftig als regionales Oberzentrum die zentrale Anlaufstelle für sämtliche Süchtigen der Region Aachen werden soll, oder nicht. Und, wie sich die Städteregion das System „denn eigentlich so vorstellt“. Damit einher geht nämlich die im Raum stehende Frage, ob sich die Städteregion Aachen möglicherweise in gewisser und geschickter Weise – pointiert formuliert – von den Bemühungen, den kranken Menschen zu einem großen Teil in ihren eigenen Kommunen selbst absentieren will; „Lass die Aachener das mal machen!“, bemerkte jüngst eine 81-jährige Aachener Rentnerin, die seit je her am Kaiserplatz lebt.

Die plausible Argumentation: wenn sich nämliche sämtliche wesentlichen Hilfsangebote, die von der Drogenberatung über Spritzenraum, Wärmestube, ärztliche Hilfe, psychologische Untertstützung, Wohnen oder auch gerichtlichen Betreuung erstrecken, auf die Stadt Aachen als Körperschaft Öffentlichen Rechts erstreckten, dürfte die Neigung der Kranken wohl verstärkt darin bestehen, tendenziell ihren ersten Wohnsitz nach Aachen zu verlagern. Für die klamme Stadt Aachen damit zwingend verbunden, die den Menschen zustehenden Sozialleistungen erbringen zu müssen, die dann von den Kommunen der Städteregion nicht zu erbringen wären. Auch wenn es eine „finanzielle Umlage“ von der Städteregion Aachen in Richtung Kämmerei der Stadt Aachen geben würde, so muss ganz deutlich die ganze Thematik gesamtheitlich betrachtet weden. Und das bedeutet, die Suchtkranken in ihrem Gesamtkontext zu sehen. Sprich die Frage der Aufenthaltsmöglichkeiten, des ordentlichen Wohnens, der Pflege von Kontakten etc. Auch diese Aspekte sind Element der Betrachtung des Themenkomplexes „Sucht und Gesellschaft“.

Bei circa 2.000 Schwerabhängigen in der Stadt Aachen und etwa gleicher Anzahl in der Städteregion Aachen, sind mögliche Verlagerungen auf Grund der Gestaltung des Suchtkonzepts der Region Aachen eindeutig „relevant“.

Dass die Aachener Bürgerschaft im Zuge der Weiterentwicklung des gemeinsamen regionalen Suchtmanagements darauf Wert legt, dass eine der Einwohnerzahl angegelichene Balance in Sachen Suchtmanagement sicherzustellen ist, ist selbstredend. Denn, es ist nicht nachzuvollziehen, wie die besagte, betagte Dame es zum Ausdruck brachte, dass das alte Lied „Hannemann, geh Du voran!“ beim Suchtmanagement gelten darf. „Es ist ein gesellschaftliches Thema und somit auch verteilt auf die Schultern zu tragen!“, ergänzt sie.

Sicherlich, für einen Träger, der vergleichbar einem Unternehmen strukturiert sein muss und handelt, um effiziente Prozesse zu erreichen um somit möglichst dem betriebswirtschaftlichen Optimum entgegenzustreben, ist eine Konzentration an einen Ort praktischer, als eine Vernetzung, die von Roetgen bis an den Kreis Heinsberg kratzt.

Viele Bürger bemängeln in Gesprächen, dass in den Medien viel zu wenig über Transparenz von Budgets, Strukturen, Maßnahmen, Leistungen und statistischen Analysen zu lesen ist. Einzelprojekte würden sicherlich mit Aufmerksamkeit und Wohlwollen begleitet. Was aber im Sinne der Öffentlichkeit zu fehlen scheint, das sind detaillierte Berichte für die Öffentlichkeit, die Rechenschaftsberichte, in denen beispielsweise datenschutzkonform Klarheit darüber gegeben wird, wieviele Kranke beispielsweise in den Drogenentzug überwiesen wurden und wie es mit der Frage der Rückfälligkeitsquoten ausschaut, wieviel Menschen nun einer geregelten Arbeit nachgehen. Anm.: im Blog sind beispielhafte Rechenschaftsberichte als Links aufgeführt.

Für den Rat der Stadt Aachen und die Stadt Aachen bedeuten diese immer intensiver diskutierten Fragen in der Bevölkerung, in Zusammenarbeit mit der Städteregion Aachen – die immerhin auch für die Stadt Aachen das Gesundheitsamt verantwortet – in Sachen Information, Leistungen, Erfolge, Massnahmen etc. offensiver und vor allem detaillierter zu informieren!

Hier wird sich die Stadt Aachen sicherlich mit der Städteregion Aachen ordentlich ins Benehmen setzen müssen, damit die Kommunikation von der Zollernstraße aus deutlich klarer, regelmäßiger und ausführlicher erfolgt. Es muss für die Bürgerschaft deutlich werden, wo was wie mit welchen Erfolgen zu welchen Kosten etc. geschieht.

Es kann nicht sein, dass man von der Panoramaetage des Hochhauses an der Zollernstraße die Sucht aus der Entfernung betrachtet.

Straßenbahn: 12,3 km Streckenlänge für 534 Millonen Euro…

Straßenbahnen kommen mächtig in Mode, obgleich sie in Bezug auf die Energie- und Ökobilanz „sehr interessant“ sind.

Sie sind teuer. So wird gerade in der Schweiz die Limmattalbahn „aufgegleist“. An Hand der dort veranschlagten – somit prognostizierten – Zahlen, würde die Strecke der entgleisten Campusbahn bei einem Wechselkurs von 1 € = 1,23 CHF 534 Millionen Euro kosten.

Selbst wenn man den „Schweizer-Aufschlag“ mit 20 % veranschlagen würde, ergäbe sich eine Summe von € 427,2 Millionen für das nicht realisierte Projekt. Die Frage ist zudem, wie es mit der Mehrwertsteuer aussiet: ist eine Kommune „Vorsteuerabzugsberechtigt“? In der Schweiz beträgt der maximale MWSt.-Satz z.Zt. 7,6 % während der Deutsche bekanntermaßen bei 19% liegt. Bei beiden Sätzen kann man die Einschränkung vornehmen und ein „noch“ dahintersetzen.

Denn, blickt man auf die EU, so sind durchaus Steigerungen des MWSt.-Satzes mit einer „2“ an erster Stelle für Deutschland nicht auszuschließen…

Aachener Zeitung, 25.Sept.: Oberbürgermeister PHILIPP: „Das ärgert mich unheimlich!“

In Sachen örtlicher Drogenpolitik sieht Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp die Notwendigkeit struktureller Anpassungen.

s.a.: Aachener Zeitung, Mittwoch, 25. September 2013: „Philipp: „Das ärgert mich unheimlich“ / Oberbürgermeister will Drogentourismus eindämmen. Erste Erfolge für mehr Sauberkeit. Zusätzliche Ordnungskräfte notwendig.“

Von: Robert ESSER, r.esser@zeitungsverlag-aachen.de und Albrecht PELTZER, albrecht.peltzer@zeitungsverlag-aachen.de

So moniert er in der heutigen Ausgabe der Aachener Zeitung, dass die Stadt Aachen nicht weiter als zentraler Ort und Anlaufspunkt i.S. Methadon für die gesamte Städteregion sein kann. Die Lasten müssten verteilt werden.  Wobei anzumerken ist, dass die Kranken, die im Methadon-Programm sind und mit 200 Personen beziffert werden, nur rund 5% der rund 4.000 Schwerstabhängigen in der Stadt Aachen sowie Städteregion Aachen widerspiegeln.

Die Konsequenz und daraus folgend, die zwingenden Notwendigkeit für die Stadt und die Städteregion ist, sich bei ihrem gemeinschaftlichen Suchtprogramm und dessen professioneller Ausgestaltung bewusst zu sein, dass etwa 4.000 Schwer- und Schwerstabstabhängige in der größenordnungsmäßig eine halbe Million Bürger zählenden Region in dem Konzept/Programm abgebildet werden. Diese Zahlen sind keinesfalls „launisch-beliebige Zahlen aus dem hohlen Bauch irgendwelcher unzufriedener Bürger“, sondern sie ergeben sich zum einen aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen der UN, deren zuständige Organisation, die http://www.inbc.org mit Sitz in Wien, diese Zahlen erhoben hat und kommuniziert.

Zudem ist eine Deckungsgleichheit durch kriminalstatistische Erhebungen zu sehen, die methodisch unabhäng von der INCB erhoben werden, so dass die 0,8% der Menschen, die Schwer- und Schwerstabhängig werden können oder es bereits sind, aus plausibel und valide betrachtet werden kann. Für die Budget-Planung der Stadt Aachen sowie der Städteregion, die zwingend konsistent zu gestalten ist, bedeutet es, bei mittleren monatlichen Aufwendungen für die Betreuung des einzelnen Menschen mit angenommenen € 250,00 pro Monat, sich eines Budgets bewusst zu werden, dass bereits am 5-stelligen Budget „kratzt“.

Wirkungsvolle Hilfe kann alleine schon von der Logik her nur dann Chancen mit sich bringen, wenn sie auf die Suchtkranken ausgerichtet ist und die Programme / Massnahmen daraus abgeleitet sind. Das bedeutet wiederum, bereit zu stehen, an den diversen Orten der Menschen eine Infrastruktur sicherzustellen, die auch, wenn das „arme Tier“ nachts um drei Uhr plötzlich aufschreckt, an die Leine genommen werden. Die Öffnungszeiten am Kaiserplatz, die im Bereich von wenigen Stunden pro Tag liegen und nicht 24 Stunden pro Tag, 365 Tage im Jahr, können auf Grund der teils desolaten Lebenssituation der Einzelnen nur als „kompromisshaft“ umschrieben werden… Die Stadt Aachen und die Städteregion Aachen, die im Mai 2014 vor einem Kommunalwahlkampf stehen werden, der möglicherweise auch mit den Auswirkungen der Bundes- wie auch Europapolitik zu ringen hat, da das liebe Geld fehlt, müssen unverzüglich an die gebietsübergreifende Gestaltung – mit hinreichendem Budget – in Sachen städteregionaler Suchtpolitik gehen.

Und das heißt nicht „verwalten“ und „reagieren“, sondern offen und transparent  für die gesamte Bürgerschaft in der Städteregion an die professionelle und hinreichende Gestaltung zu gehen.  Damit verbunden muss auch ein aussagefähiger, aussagekräftiger und auf dem  Standt von Wissenschaft und Forschung stehender Rechenschaftsbericht sein, der in seinen Bewertungskritierien zwingend kontinuierlich anzupassen und zu erweitern ist. Das heißt beispielsweise auch, der Öffentlichkeit darüber Rechenschaft ablegen zu müssen, wieviele Menschen in den jeweiligen Programmen betreut werden, wieviele von ihnen (hoffentlich) wieder „Boden unter die Füße“ bekommen, wieviele strafrechtlich vor einem Gericht erscheinen mussten, wieviele in eine Therapie geschickt wurden und wie über den Verlauf der Zeit deren persönliche Entwicklung verlief etc.

Lohnenswert ist übrigens die Analyse des Ironman Andreas NIEDRIG – http://www.andreas-niedrig.com – der es geschafft hat, vom Junkie in elendsten Verhältnissen sein Leben zu wenden und Erfolg zu haben. Vor etwa drei Jahren hielt er in der Mayer´schen Buchhandlung in Aachen auf der Ursulinerstraße einen Vortrag, der an einem Beispiel zeigt, wo elementare Defizite in Bezug auf die Therapie/Rehabilitation zur Zeit „im Pfeffer “ evident sind. Rund 400 Gäste waren bei dem Vortrag, der sich um das Thema Motivation drehte. Auf die Frage unserer Initiative, was er für Aachen empfehle, war ein Kernaspekt, dass die Rehabilitationsmassnahmen für Junkies wie früher eineinhalb Jahre betragen müssen und nicht, wie das jetzt ist, nur sechs Monate laufen können.

Dies sei, so seine Analyse und klaren Worte, rausgeschmissenes Geld, weil die Zeit zu kurz sei. Es herrschte betroffene Totenstille im Auditorium. Auch Betretenheit. Die Stadt Aachen und die Städteregion sollen sich endlich einen Ruck geben und sich der medizinisch-wissenschaftlichen Kompetenz, die in Aachen, Maastricht, Heerlen oder Lüttich an den Kliniken und in den Praxen vorhanden ist, bedienen. Grenzüberschreitend an ein integratives Suchtmanagement mit besseren Chancen für ein menschenwürdiges Leben arbeiten. Und nicht so rumeiern, wie es in den letzten Jahren im politischen Aachen lief.

Die Politik wird sich im anstehenden Kommunalwahlkampf definitiv und zentral mit dem Thema Kaiserplatz konfrontiert sehen!

Wobei „Kaiserplatz“ in Aachen über das Stadium einer verhältnismäßig räumlich kleinen angesiedelten Gruppierung von Bürgern hinausgegangen ist und nun mit anderen Bürgerinitiativen in enger Verbindung steht. Man sollte politischerseits heutzutage keinesfalls mehr die werteorientierte Vernetzung  von Bürgern untereinander unterschätzen, die nicht in das Korsett von Parteien zu zwängen sind, weil sie politisch neutral und strikt sach- und zielorientiert agieren.

Schmerzhaft mussten die Stadt Aachen und eine Vielzahl von Organisationen, Unternehmen, Vereinen und Protagonisten erleben, wie Campusbahn in Aachen mit vollem Carracho gegen den Prellbock namens „Bürgerwille“ rammte und zerschellte. So mussten vor allem die politischen Akteure erleben, wie freier und vernetzter Bürgerwille – zusammengefasst in der Bürgerinitiative http://www.campusbahn-groessenwahn.de – unter der Initiative von Maximilian Slawinski den politischen Willen bildet und oktryierte Projekt obsolet werden lässt.

Kluge Politik zeichnet sich dadurch aus, dass die Akteure ehrlich und vor allem ergebnissoffen mit den Bürgern ins Gespräch gehen und nicht meinen, man könnte par ordre du moufti „dem Bürger dadraußen“, mal wieder eins auf´s Auge drücken…

Die Initiative Kaiserplatz e.V. war im Steuerungsgremium der Campusbahn-groessenwahn.de Initiative vertreten und die Beteiligten pflegen auch weiterhin einen „konstruktiven Dialog“ im Sinne der Bürger zu denen unbestrittenermaßen auch die Süchtigen in ihrer Not und mit ihren sozialen Spezifika gehören.

Es wäre sicherlich im Sinne eines ordentlichen politischen Geschäfts, ganzheitlich zu überlegen, skizzieren, planen, budgetieren und umzusetzen, als zu kleckern.

Reichlich politisch gekleckert wurde zwischen 2001 und heute.

Ihre/Eure Initiative Kaiserplatz e.V.

 frühere Meldung zum Themenkomplex, s.:  Aachen, den 9. September 2013

 +++ Die Initiative Kaiserplatz e.V., Aachen, wird sich in die anstehende Kommunalwahl im kommenden Jahr in Aachen als Kommentator des Geschehens einbringen +++

 + Vor der Wahl ist nicht mehr nach der Wahl! +

Mediziner MdB HENKE, Rudolf (CDU) in Bundestag gewählt – Initiative Kaiserplatz bittet um Gespräch

Der Arzt und Ärzteverbandsfunktionär Rudolf HENKE, MdB (CDU), ist wieder in den Bundestag gewählt worden.

Die Initiative Kaiserplatz e.V. wird demnächst um ein Gespräch mit ihm bitten, da er als Arzt und als Politiker sicherlich in der Frage des Suchtmanagements medizinisches Wissen wie auch die erforderliche Vernetzung mitbringt.

Wir werden berichten